Freitag, 1. April 2011

Japanischer Flusslauf







"Wein am Rhein"
(edit: dieses Paar ist jetzt in Berlin)
Muster: Japanischer Flusslauf von Regina Satta

Material: 75 % Schurwolle. 25 % Polyamid, 100 g / 405 m
Grösse 39, mit 19 cm hohem Schaft
selbstgefärbt
Nadeln Nr. 2.5


Am Anfang war ich überhaupt nicht begeistert von den Farben, nachdem sie nun fertig sind, sieht es anders aus und sie sind doch speziell geworden und gefallen mir. Dies ist jetzt das zweite Paar mit diesem Muster und es machte wirklich richtig Freude, so dass es fast süchtig macht. Mit einem speziell langen Schaft wollte ich sie eigentlich zuerst für mich stricken, nun sind sie mir doch etwas zu gross und es findet sich bestimmt eine Abnehmerin dafür.

Regina ist mir hoffentlich nicht böse, denn ihr Muster habe ich etwas abgeändert. Und schon hätte ich noch eine Idee....





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Monkey






"Kathmandu"-Socken, Gr. 38

Monkey, Muster aus dem Buch "knit.sock.love.", von Cookie A
Material: 75 % Merino, 25 % Polyamid, 100 g / 420 m
Grösse 38
Nadeln Nr. 2.25
selbst gefärbt

Dieses Muster wollte ich schon lange einmal auf die Nadeln nehmen und so kam es, dass ich natürlich für die Warterei auf Flughäfen eine Strickarbeit mitnehmen musste!! Auch im Flugzeug habe ich gestrickt, weil ich keinen Fensterplatz hatte auf dem Hinflug. Als es dann langsam Abend wurde und einige Passagiere ans Schlafen dachten, wurde das Licht einfach ausgestellt und man konnte auch nicht ein kleines Lämpchen für seinen Platz einstellen. Ich kam mir vor wie im Schullager, als es allgemeines Lichterlöschen gab um 21 Uhr. Nur wenn etwas verlangt wurde, ging für kurze Zeit wieder das Licht an und so machte ich das ganze eine Weile mit, bis es wirklich nicht mehr ging :-))).

Nun gut, es gab ab und zu noch Wartezeiten, die ich mit stricken ausfüllte. So wurde der zweite Socken in Nepal fertig und das Paar hat nun seinen Namen: Kathmandu-Socken


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Einblicke


Jaipur, die "Pink City", in einem schönen Stoffgeschäft 

Ornamente....


Nähen


Stoffgeschäft

Spinnen

Handschuhe sticken

Stricken

gemeinsam


Wolle haspeln

Teppich knüpfen

Weben


Männerbeschäftigung

Sonnenuntergang beim Taj Mahal


Rundflug zum Mount Everest


Einen Reisebericht scheint mir hier fehl am Platz, zuviel Trauriges ist passiert auf dieser Welt, gerade während meiner Reise. Mir fehlen einfach die Worte ........ So muss ich diejenigen enttäuschen, die mehr erhofft haben, danke aber ganz herzlich für die lieben Willkommengsgrüsse.

Die Bilder der Handarbeitenden Frauen sind aus kleinen Dörfer in der Nähe von Kathmandu, Bungamati und Khokana, in Nepal. Hier fühlte man sich in vergangene Jahrhunderte zurück versetzt. Wir waren zu Fuss unterwegs und die Frauen sassen unter ihren Haustüren, weil es da Tageslicht gibt, uns es in den kleinen Häuser sonst recht dunkel ist. Die Strassen sind oft so eng, dass meist keine Autos durchkommen.

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Hitchhiker




Muster: Hitchhiker von Martina Behm

Material: 143 g 65 % Kaschmir, 35 % Seide, selbst gefärbt, handgesponnen
Nadeln 4.5
Grösse: 205 cm x 32 cm


Diese "Hitchhiker" Schals hat schon so manche gestrickt und diese spezielle Form und die Zacken gefallen mir so gut, also wollte ich auch einen stricken. Einige wissen es schon  ☺- ja - auch an diesem Schal habe ich in den Ferien gestrickt. Es hat sich wirklich gelohnt das Muster bei Ravelry zu kaufen, es ist nicht einfach bloss ein Dreiecktuch - und gerade die langezogene Form gefällt mir sehr.

Auch dieses Muster habe ich etwas abgeändert (ich kann es einfach nicht lassen), indem ich einen Teil mit einem Lochmuster versah. Ich denke, es war keine schlechte Idee und das Muster vertägt sich gut mit der einheitlichen Farbe, Form und der Grösse. Der Schal lässt sich wunderbar um den Hals wickeln und ist herrlich weich geworden.

Der nächste Winter kommt bestimmt, oder! 







ein kleiner Rest (auf den zwei Stricktäschchen....)

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Montag, 28. März 2011

Namaste!

Taj Mahal


Es gilt als eines der schönsten Bauwerke der Welt - und ich sah es mit eigenen Augen - Taj Mahal, in Indien. Das war ein Höhepunkt von vielen, sehr eindrücklichen Erlebnissen meiner Indien und Nepal Rundreise. Immer noch überwältigt von so vielen Eindrücken, brauche ich nun einige Zeit, alles zu verarbeiten.

Im Reiseführer von Lonely Planet, Indien, fand ich von Christopher Kremer, er lebt in Australien, den folgenden Text-Ausschnitt:

Was ist Indien? Was hält Indien, dieses unüberschaubar riesige, wuslige, aussergewöhnlich vielschichtige Land als Nation zusammen? Die Antwort lautet: Kultur, nicht die Kultur der Hindus oder Muslime, auch nicht die Kultur der ländlichen Bevölkerung oder der kosmopolitischen Städter. Was zählt, ist das Essen, ist die Sprache, aber auch diese sind nicht allein verantwortlich für die indische Identität. Es ist vielmehr eine komplexe Mischung aus all diesen Bestandteilen.
Einige definieren Indien über seine Widersprüche und Extreme. Es ist ein Land der Toleranz, aber auch ein Ort, an dem bittere Machtkämpfe (besonders auf religiöser und politischer Ebene) ausgefochten werden. Hier leben Exzentriker und Normalos Seite an Seite, Gegensätze sind allgegenwärtig: reissende Ströme und ausgetrocknete Ebenen, religiöse Hingabe und IT-Campus. Aber Gegensätze allein können das Herz und die Seele eines Landes nicht erklären, das so anders ist als China und der Mittlere Osten, ganz zu schweigen von Amerika, Europa und Australien. Für mich sind es Geschichten des Landes - die Sanskrit-Epen von Ramayana und Mahabharata, die Bhagavad Gita und die klassische Urdu-Dichtung von Ghalib. Oder auch die Geschichten von spirituellen Führern wie Gautama Buddha und Sri Ramakrishna und natürlich Mahatma Gandhi, der eine einzigartige Synthese von politischem und philosophischem Genie in sich vereinte. Indien erzählt auch die Geschichte der grossen Herrscher: Ashoka, die Chandraguptas, die Mughals und die Briten. Aber Imperien kommen und gehen. Es sind die indischen Bauern und Händler, die Soldaten und Künstler, die Pandits und neta (Politiker), die das menschliche Fundament bilden, auf dem all diese Imperien errichtet werden.
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Jeder hat sein eigenes Indien. Die Erinnerungen werden wie Schätze gehütet, manchmal in aller Klarheit wachgerufen in der Hoffnung, dass sich nichts ändern möge. Indien ist eine ständige Baustelle, ein Gemälde auf einer sich fortwährend ändernden Leinwand. Aber inmitten all der Veränderungen gibt es auch Beständiges. Auf Hindi bedeutet das Wort für "Hallo" - namaste - auch "Auf Wiedersehen", und das Wort für "morgen" - cul - steht auch für "gestern". Yatra - das Wort für "Reise" ist auch mit "Pilgerfahrt" zu übersetzen.

Christopher Kremer ist der Autor von Inhaling the Mahatma.

Besser könnte ich es nicht in Worte fassen. Genau so empfinde ich es auch. Jetzt kann mich sicher die eine oder andere verstehen, dass die vielen Eindrücke zuerst verarbeitet werden müssen.


Teppichknüpfer


Namaste!

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