Samstag, 9. Juli 2011

Pflanzengefärbt

Wie jedes Jahr, ich kann es einfach nicht lassen, muss ich auch mit Pflanzen färben. Diesen Frühling nun wurden in meinem Garten einige Rhabarberstöcke ausgegraben, die verbleibenden drei Stück reichen für uns Zwei vollkommen aus. Die grossen Wurzeln warteten unter dem Holunderbusch bis am 21. Juni. Ich zerkleinerte dann 1.2 kg davon und kochte sie aus. Das war nun die Basis, um an der Sonne in Gläsern die Fasern und Garne zu färben. Ach, das ist jedes Mal so spannend! Auch wenn ich Literatur dazu habe, muss experimentiert werden, so auch diesmal. Die daraus entstandene Pracht will ich euch nicht vorenthalten.


Nach dem Färben zum Trocken auf den Ständer gebracht, um....


mir eine genaue Liste zu schreiben, mit was ich gefärbt hatte. Die entsprechenden Behälter stehen darunter, ganz genau beschriftet.


Als Basis war fast immer der Rhabarberwurzelsud, hier dann noch mit Kurkuma (In Nepal gekauft). Mit roten Rosen, Petersilienstengel, Oreganostengel, Chili undd Blutahornblätter und roten Zwiebelschalen wurden die Behälter gefüllt und ergaben diese Farben. Einige habe ich noch mit Eisenwasser weiter entwickelt.


Die Klöppelspitze, reine Seide (mit Pertersilienstengel).... darunter ist ein Strang Merino-Sockenwolle (Oreganostengel). Alles wollte ich genau festhalten..... aber der Himmel verdunkelte sich und ein Gewitter zwang mich alles wegzuräumen, ohne eine genaue Aufstellung! ... Egal, es hat grossen Spass gemacht und nach dem Spülen und Waschen zeigten sich die Seiden-Merino oder Seidenfasern und die Stränge in leuchtenden warmen Farben. Es ist mir nun auch nicht mehr so wichtig, nicht mehr zu 100 % zuordnen zu können. Ich denke, das ist wirklich meinen Rhabarbern zu verdanken.








Aus Nachbars Garten durfte ich Nachschub holen. Die Behälter sind ja nun leer, also können neue Experimente gestartet werden und die Sonne macht in den nächsten Tagen auch mit.

Allen ein schönes Wochenende!

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Dienstag, 5. Juli 2011

Zweites Spinnen im Garten


Zweites Spinnen im Garten
am 22. Juli 2011, ab ca. 10 Uhr

WIRD VERSCHOBEN!

Natürlich hatte ich es versprochen und jetzt steht das Datum fest. Am 22. Juli hoffen wir diesmal auf gutes Wetter, um draussen im Garten zu spinnen.

Wer gerne dabei sein möchte melde sich per Mail (oder Telefon) bei mir bis spätestens am Sonntag, 17. Juli an. Alles weitere gebe ich per Mail bekannt.

Ich freue mich auf euch!

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Wanderung am Sonntag, 3. Juli 2011


Mit den öffentlichen Verkehrsmittel an den Ausgangspunkt: Alpthal im Kanton Schwyz, auf 996 m.


Auf der Butziflue



Im Naturschutzgebiet, Wurzelstock

Aufstieg über Butzitobel zur Butziflue, 1601 m.
Dann weiter zum Gschwändstock, 1616 m, und auf der Krete zur Regenegg, 1531.


Im Bild hinten links: Grosser Mythen, 1898 m,
rechts: Kleiner Mythen und Haggenspitz.


Regenegg 1531 m

Hier ging es weiter nach Spital, 1574 m, Bögliegg, hinunter nach Tries im Obergross, 997 m.
Dort ist diese Holz-Brücke, erbaut 1991, vorwiegend für die Fussgänger:





Brücken verbinden Land und Leute,
denk daran, das gilt auch für heute.
(Wendel Birchler)

Dann ging es nochmals aufwärts über die Chälen, 1022 m, und hinunter zur Wäni, 900 m.

Das Wandern ist für mich auch eine Leidenschaft. Ich mag Routen, die nicht jeder kennt und so hatte ich auch auf diesem Weg fast das Gefühl, dass die Welt hier nur für mich allein da ist. Ausser Vogelgesang keinen Lärm, kein Radio, kein Auto oder Töff, nur zwischendurch noch das Summen der Insekten. Auf dem Spital bewunderten wir einige Schwalbenschwänze, was mein Mann und ich schon Jahre in dieser Gegend nicht mehr beobachten konnten. Überhaupt ist in diesem Naturschutzgebiet so einiges zu entdecken, und die Blumenpracht war auch einzigartig.

Jetzt, wo ich die Namen mit der PC-Tastatur schreibe fällt mir auf, wie ich die Orts-, Flur- oder Bergbezeichnungen schön finde. Hier gibt es (zum Glück) noch kein Englisch! ....und für unsere Nachbarn in Deutschland oder Österreich klingen die Namen vielleicht fremd, oder sind kaum aussprechbar.

Über weitere solche Taten werde ich hoffentlich in diesem Jahr noch oft berichten können.

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