Donnerstag, 10. September 2015

Eiger, Mönch und Jungfrau


Drei herrliche Tage in prächtiger Bergwelt sind vorüber. Das Wetter war einmalig und so war ich zum ersten Mal mit der Bahn von Grindelwald aus auf dem Jungfraujoch. Natürlich ging es dann ganz hoch zur Aussichtsplattform vom Sphinx-Observatorium. Die 360° Rundumsicht ist einmalig.

Aletschgletscher 

 Jungfrau

Gestern wurde dann der Rucksack gepackt, Wanderschuhe und eine warme Jacke angezogen (trotz schönstem Bergwetter). Mit der Goldelbahn ging es auf First, 2168 m. Von dort mit etwas auf und ab bis zum Bachalpsee. Die scharf gezackten Gipfel von Wetterhorn, Schreckhorn und Finsteraarhorn auf der gegenüberliegenden Talseite stehen in eindrücklichen Kontrast zu dem herbstlich gefärbten Hochmoor, das den Wanderweg säumt. Erst dort begann der etwas anstrengendere Aufstieg bis zum Faulhorn, 2681 m. Auch hier wurden wir belohnt mit einer überwältigenden Aussicht auf sämtliche Bergriesen des Berner Oberlands.


Entgegengesetzt schweift der Blick über die Voralpen, das Emmental, Mitteland und den Jura bis zum badischen Schwarzwald und den elsässischen Vogesen. Sieben Schweizerseen sind sichtbar: östlich der Zuger und Vierwaldstättersee (hinter den Wolken), zu Füssen der Brienzer- und Thunersee und westlich der Bieler-, Murten- und Neuenburgersee. 

Faulhorn, 2681 m, Blick Richtung Brienzersee

Die Wolken spielten mit den Berggipfeln, auch über uns verdunkelten diese ab und zu einen Teil der wunderbaren Bergwelt unter unseren Füssen. Auf dem Rückweg zum Bachalpsee entstanden so herrliche hell - dunkel Kontraste.

 Bachalpsee

Wenn schon, dann schon - sagten wir uns und so fuhren wir heute gleich noch auf das Schilthorn,  mit 2970 Metern der höchste Gipfel der Berner Voralpen.


Hier lieferten die Wolken ein aufsehenerregendes Schauspiel und immer wieder sahen wir für kurze Momente die Bergwelt rundherum. Im warmen Drehrestaurant bei einem Kaffee schauten wir noch eine Weile zu, dann ging es zurück auf die Heimreise.

Gestrickt habe ich keine einzige Masche. Das verstehen all diejenigen, die die Berge so mögen wie ich. :-)


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Montag, 7. September 2015

Juhui - freudige Aussichten

Viele freudige Nachrichten und Ereignisse überhäufen sich hier im Hause schon fast. Ich kann und möchte hier nur einiges verraten, anderes nur antönen.

Blick durchs Schlüsselloch

Angefragt wurde ich für eine Teilnahme mit meinen textilen Werken an einer Ausstellung im Februar 2016. Ideen habe ich viele, es werden jedoch eher kleinformatige Bilder sein, die ich da ausstellen möchte. Zuerst muss ich da noch durch die 9-köpfgige Jury definitiv ausgewählt werden. Die Chancen stehen gut, wurde mir versichert, da die Aussteller möglichst verschiedene Richtungen zeigen möchten.



Dann kam heute mein Gewinn - hurra - per Post. Bei Silvia hatte ich einen Kommentar zu ihren schönen Karten hinterlassen und nun freue ich mich sehr über den Gewinn. Später zeige ich euch einmal, wie sich die textilen Karten super machen, an meinem dafür gewählten Ort.

Und nun für mich das Grösste - ich werde zum ersten Mal Grossmama. Was für eine Aufregung und riesen grosse Vorfreude. Ich weiss fast nicht wo ich beginnen soll, um das Baby mit Genähtem und Gestricktem einzudecken und zu beschenken. Die Ideen überhäufen sich und die Zeit wird nicht ausreichen, um all die Sachen zu machen, die ich schön und praktisch finde. Nur kein rosa oder hellblau wird gewünscht, so entschloss ich, zu den pflanzengefärbten und Fasern.


Hier und hier hatte ich mit einheimischen Pflanzen BFL sw (Bluefaced Leicester) Fasern gefärbt und das kommt jetzt also gerade richtig. Auf dem Brett die Mischung aufgebracht und ich drehte die Röllchen. Ein grosser Teil der Fasern besteht aus Baby-Alpaka Royal und Wolle/Seide (Swiss Mountain Silk) Fasern ungefärbt und diese Mischung wird bestimmt warm und weich. Ich mag das verspinnen auf diese Art total gerne. So sind nun 150 g Garn bereit zum Verzwirnen.

 "warm-einhüllen"

Auch hier gehen die Farben weit weg von rosa oder hellblau, ich nenne sie "warm-einhüllen". Es erinnert mich an: Wärme - Baum - Rinde - Holz - Schale - und behüten.

Und nun werden Handschuhe, Mütze und die warme Jacke eingepackt. Morgen steht der Besuch des Jungfraujoch bevor. Da oben war ich noch nie und das Wetter soll auch schön sein für die nächsten Tage. Mit Wanderschuhen und Rucksack geht es tags darauf auf die andere Seite.

Ob ich da zum Stricken komme ist nun die Frage. Wenn die Beine nicht mehr mögen....., hätte ich ja noch Hände - also muss das Strickzeug doch noch mit :-).


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